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Informationen zu bevorstehenden oder abgeschlossenen Seminaren, Kursen und Veranstaltungen, außerdem Beiträge zu Themen rund um Selbstverteidigung, Selbstbehauptung, Selbstschutz und Kampf, Kriminalität, Terror, Prävention und Deeskalation, sowie physischem und mentalem Fitnesstraining.

Krav Maga Blog

Sommer, Sonne, Samstag: Krav Maga geht vor!

Absolventen Basisseminar Juni 2017

An einem sonnenreichen Samstag im Trainingsstudio acht Stunden lang Schweiß zu vergießen anstelle am Main bei Eis oder Bier zu sitzen, ist gewiss nicht jedermanns und -fraus Sache. 24 Leute immerhin waren am vergangenen Samstag sich sicher, lieber etwas für ihre Sicherheit zu tun als zu schlemmen. Gratulation! Eine gute Wahl!

Eine Super-Truppe kam da in den hellen Trainingsräumen des Krav Maga Centers zusammen, und sie hielten alle trotz der Hitze durch bis zum Schluss.

Selbst-Verteidigung und Selbst-Vertrauen

Am Ende sind immer alle müde, aber froh und stolz, es geschafft zu haben – zumal jedes unserer Basisseminar mit einer Durchhalteübung endet, in dem jeder noch mal zeigen kann, dass er bereit ist, das letzte Quäntchen Energie aus sich herauszuholen – und das ist, was auf der Straße zählt, nicht etwa gekünstelte Technik. Das Selbstvertrauen, dass daraus erwächst, ist mehr wert als das Können exakter technischer Abläufe.

Wir gratulieren also den Absolventen des Juni-Basisseminars zum be- und überstandenen samstäglichen Achtstunden-Training. Wir freuen uns, manche von euch demnächst bei uns im regulären Training zu sehen!

Messerstich ins Herz überlebt

Messer-Abwehr Training im Beach Club


In der Selbstverteidigung geht es immer um einen Spagat: Zwischen dem Wunsch ein sorgenfreies Leben zu führen und der Notwendigkeit, seine Umgebung nicht ohne Sorge zu beobachten. Selbstverteidigung fängt immer sehr früh an – bei der Wahrnehmung. Ohne Wahrnehmung keine Selbstverteidigung – und wie wahr diese Aussage ist, davon kann einer unserer Clubmitglieder ein trauriges Lied singen. Das Schöne am traurigen Lied ist: Dass er noch lebt.

Ich lasse ihn an dieser Stelle im Originalton zu Wort kommen:

Ich war während der Mittagspause mit einer Arbeitskollegin spazieren. Fast am Ende, kurz vor dem Gebäude, hat er dann zugestochen.

Ich war so in das Gespräch vertieft, dass ich ihn nicht habe kommen sehen, meine Kollegin auch nicht. Es gab keine Provokation, kein Blickkontakt, gar nichts. Die Polizeit hat ihn kurz darauf geschnappt, in ein paar Monaten ist die Gerichtsverhandlung wegen versuchten Mordes. Er saß wohl schon ein paar Mal in der Psychiatrie, ist nun aber in den normalen Vollzug gekommen.

Das Messer hat das Herz getroffen, war aber zum Glück nicht so lange, dass es tiefer eindrang. Da nur eine kleine Wunde am Herzen, ein Loch, entstand, hatte ich etwas Zeit. Bin dann in der Uniklinik in Mainz zusammengebrochen und wurde wiederbelebt, dann Not-Op. (…)

So lautete die erste kurze Zusammenfassung des Geschehens. Ich fragte nach den Details des Geschehens, und bekam folgende Antwort:

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Taktische Notfallversorgung in Gewaltsituationen

Notfall-Szenario mit zwei Verletzten.



Für Krav Maga-Trainierende hat Erste Hilfe eine besondere Bedeutung – und verdient einen besonderen Lehrgang, der sich intensiv Verletzungen widmet, wie sie bei gewalttätigen Konfrontationen entstehen: Wie man diese in extremen Stress-Situationen schnell und sicher erkennt und pragmatisch behandelt; wie man bei einer Gewalttat anderen (oder sich selbst) helfen kann; etwa, wenn man eine Person schreiend und blutend vorfindet.

Taktische Notfallversorgung unterscheidet sich von Erster Hilfe

Dieser Erste Hilfe-Lehrgang unterscheidet sich deutlich von den üblichen; man bekommt ihn im zivilen Umfeld nur selten geboten. Unsere Referenten sind erfahrene EH-Ausbilder mit besonderem Wissen um Verletzungen, wie sie durch spitze oder stumpfe Gewalt oder Schusswaffenwirkung entstehen – und handeln das Thema nicht nach dem Standard-EH-Kurs ab, sondern mit speziellen Tipps & Tricks für den Notfall. Sozusagen die Krav Maga-herangehensweise “simple & stupid” samt hocheffizient in Sachen Erste Hilfe. Sie schulen normalerweise Notärzte, professionelle Einsatzkräfte in Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Angehörige von großen Firmen & Institutionen und haben selbst ihre Grund- & Fortgeschrittenen-Ausbildung u.a. in “Tactical Medic”-Kursen in den USA erfahren.

Der Kurs ist für Polizisten und professionelle Security-Kräfte besonders sinnvoll, aber auch für Zivilbürger mit entsprechendem Interesse. Er wird aus Üben der Handgriffe und Maßnahmen bestehen, aber auch aus Reallife-Simulationen, in denen es auf das richtige Entscheiden und Handeln unter Stress und Zeitnot ankommt.

Anmeldebedingungen Taktische Notfallversorgung

Equipment: Einsatz- bzw. strapazierfähige Kleidung (Kunstblut-Spritzer sind zu erwarten!).

Maximale Teilnehmerzahl: 12. Die Teilnehmerliste wird von der Reihenfolge der Anmeldungen bestimmt. Bei entsprechender Nachfrage kann ein zweiter Seminartermin festgesetzt werden.

Kosten: 125 €; Anmeldung nach Klick hier…

Crash-Kurs in Krav Maga

1705 basis

War das wieder ein gelungenes Basisseminar! Zehn Leute haben sich der Herausforderung gestellt und acht Stunden am gestrigen Samstag tapfer durchgehalten. Doch alle haben engagiert und motiviert mitgemacht und blaue Flecken, Schmerzen und Anstrengung klaglos hingenommen.

Ich denke, auch diejenigen, die das Basisseminar als Schnupperkurs verstehen, nehmen eine spannende Erfahrung und ein paar grundsätzlich nützliche Techniken und Taktiken mit – für Selbstverteidigung & Selbstbehauptung gewiss, vielleicht sogar für manch anderen Aspekt unseres häufig stress- und konfliktreichen Lebens in Familie, Beruf und Freizeit.

„Easy to learn – hard to forget“

Eigentlich ist so ein Einführungsseminar eine Art Crash-Kurs in Sachen Krav Maga – wir vermitteln Techniken & Taktiken, aber verdeutlichen auch, warum Krav Maga „simple & stupid“ bzw. „easy to learn, hard to forget“ ist. Auch gestalten wir Methodik und Didaktik transparent – und vor allem versuchen wir den richtigen „Spirit“ rüberzubringen.

Und so können wir auch von den Absolventen des Februar-Basisseminars sagen, dass sie zur großen Familie gehören, die Krav Maga global darstellt: „nice people with a strong will to defend themselves“. Welcome!

Krav Maga: Es geht ums Leben!

CQB-Training: Assault Rifle

Das nachstehende Video ist einige wenige Jahre alt, kann aber immer noch als repräsentativ für Krav Maga Global gelten. Krav Maga, wie es von der weltweit führenden Organisation Krav Maga Global gelehrt wird, ist ein System im tatsächlichen bzw. ursprünglichen Sinne des Wortes: Alle Rädchen des Getriebes, ob groß oder klein, greifen sinnvoll ineinander.

Krav Maga beruht auf den natürlichen Reflexen des Menschen und ist einfach zu lernen. Es bedient sich instinktiver Bewegungen und lehrt praktikable Techniken für Jedermann nach logischen Prinzipien. Gelehrt wird Krav Maga in realistischen Trainings-Szenarien.

Häßlich statt hübsch, dirty statt clean

Krav Maga besteht überwiegend aus Hand- und Fußtechniken, sowie einigen Hebeln und Würfen. Von den bekannten Systemen überwiegend fernöstlicher Herkunft unterscheidet es sich vor allem durch seine strikte Ausrichtung auf die Belange der „Straße“. Viele seiner Techniken und Bewegungen wirken daher unästhetisch, gar häßlich – oder halten nicht den Perfektionskriterien etwa der Grundschule und Formenübungen von Karate oder Taekwondo stand.

Es gibt dementsprechend keine Kata oder Hyong, keine Bindung an eine bestimmte Tradition, Kultur, Philosophie oder Religion. „Don’t get hurt“ ist alles, was zählt: Folglich ist eine KM-Technik nicht perfekt, wenn sie schön ist, sondern wenn sie dem Zweck dient:

Krav Maga leben – darum geht es!

Gewalttätige Konflikte möglichst unbeschadet zu überstehen, wenigstens zu überleben.

Und das ist alles, was uns im Krav Maga Center Frankfurt/Rhein-Main interessiert und was wir unseren Schülern vermitteln wollen. Das Training macht Spaß und soll Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl positiv entwickeln. Aber wem es nur um Spiel und Spaß geht, nur um eine andere Art um Fitness oder der Freizeitbeschäftigung, hat Krav Maga nicht verstanden: Es geht ums Leben.