No need to be the best warrior, but try to be the best you can be

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Fantastisches Wochenende! Beim Combat & Fighting-Seminar gingen vierzehn Teilnehmer an ihre physischen und mentalen Grenzen, übten das Agieren unter Stress und physischer Erschöpfung getreu dem Motto: Always train in a position of disadvantage. Inhalte waren einfache, harte Tritt- und Schlagkombinationen, für die vor allem galt: Punch hard. Punch harder!

Ein Fighter oder gar ein Warrior zu sein, bedeutet vor allem eine geistige Einstellung: Always be ready for what’s happening in the next five Minutes. Und: A real warrior is a person who picks up a fight in every second.

Das Seminar beschäftigte sich mit den möglichen negativen, traumatischen Folgen von permanenter innerer Angespanntheit gleichwohl und thematisierte die Überforderung des Bio- Prozessors namens Hirn bei der Bewältigung, Analyse und Entscheidung in hochgradigen Stress-Situationen – es folgten Übungen zur Verbesserung von identification– und recognition-process, decision making und mind control, das Kontrollieren des inneren Dialogs und das Neutralizieren negativer, destruktiver Gedanken schloß sich an. Die angewandten Methoden stammten nicht nur aus dem KM, sondern auch aus dem dem Bereich der Visualisierung und dem NLP.

Nach der physischen und mentalen Vorbereitung ging es dann in die Umsetzung erst mit Hilfe von mental-physischen Stress-, Angst- und Durchsetzungsdrills sowie im Anschluss in Fighting-Szenarien gegen mehrere Angreifer. Nach vier Stunden Powern an der jeweiligen persönlichen Grenze schloß das Seminar damit ab.

„Friends & Family“-Seminar am Freitag

Tags zuvor, freitags, hatten ein Dutzend Teilnehmer sich mit Third Party Protection und der Einbeziehung von Freunden und Familienangehörigen ins Selbstverteidigungs-Geschehen gewidmet. Die Ausgangslage eines so genannten „Friends & Family“-Seminars ist darin zu sehen, dass man nicht immer alleine, sondern meist mit Lebensgefährten, Partnerinnen, Freunden und Freundinnen unterwegs ist – und dass diese meist keine Selbstverteidigung üben.

Die Grundidee besteht darin, Techniken & Taktiken aus dem professionellen Personenschutz auf die persönlich-familiäre Situation zu beziehen und sie der zivilen Anwendung anzupassen. Dabei wird der Gedanke der Team-Arbeit, d.h. der Zuweisung von bestimmten Teil-„Jobs“ an die Mitglieder eines Teams, aufgegriffen.

Grundvoraussetzung aller Techniken & Taktiken ist, dass die Begleitperson über keine Ausbildung in Selbstverteidigungstechniken verfügt. Daher wird die Betonung darauf gelegt, dass sie durch die Teilnahme am „Friends & Family“-Seminar in gewalttätigen Situationen ruhiger und gezielter als Hilfsperson (re-)agiert.

Darüberhinaus kann die Begleitperson auch die „Umgebungs-Aufklärung“ übernehmen, sondern auch um Hilfe rufen, per Handy die Polizei rufen oder sich – sofern dabei – um Kinder kümmern und diese aus der Gefahrenzone ziehen.

Weiter sind Begleitpersonen häufig nicht darauf gefasst, dass ihr Freund/Partner sie rau anfassen muss, um sie rasch aus einer Gefahrenzone zu bewegen und nahezu gleichzeitig den Angreifer zu attackieren. Für die Begleitperson ist wichtig zu erfahren, dass der ruppige Schubs ihrem Schutz dient. Sie soll gleichzeitig lernen, sich schnell wieder zu fassen und dem Verteidiger zu helfen.

Freunde und Familienangehörigen von KM-Trainierenden wurde so in Drills und Stress-Situationen integriert, um im Zweifelsfalle besser reagieren zu können.