Ab in die freie Wildbahn (oder auch: Krav Maga im Fußballstadion)

Selbstverteidigung darf nicht nur in Trainingshallen geübt werden, sondern muss nach draußen, in die freie Wildbahn… kurzum, es muss – neudeutsch – outdoor trainiert werden, Krav Maga im Fußballstadion etwa.

So kann man sich realistisch darauf einstellen, dass der Untergrund rutschig und tief ist, dass man leicht ausrutscht oder nicht schnell von der Stelle kommt, dass Hindernisse im Weg stehen oder liegen, dass mal ein unerwarteter Sprung notwendig wird – aber auch, dass man Gelände und Gebäude zum eigenen Vorteil nutzen kann.

In unserer Trainingshalle legen wir schon wert darauf, dass Ambiente und Ausstattung den realen Bedingungen entsprechen, aber es bleibt eben eine Trainingshalle – mit all ihren Vorzügen wie Nachteilen. Manche dieser Nachteile kann man beim Outdoor-Training wie beim Krav Maga im Fußballstadion kompensieren – und damit wird dann das Selbstverteidigungstraining erst „rund“. Manchmal ist es tatsächlich so, dass eine Krav Maga-Technik, ihr Ansatz und ihre Wirksamkeit, erst in einer realistischen Gebäude-Umgebung richtig deutlich wird (Motto: „Always train in a position of disadvantage“).

Krav Maga im Fußballstadion oder anderswo

Bislang haben wir schon mehrmals an unserem Offenbacher Outdoor-Stammplatz – einem Hinterhof-Parkdeck nahe der Rödernstraße – Seminare zur Selbstverteidigung rund ums Auto bzw. im Auto veranstaltet, früher stand uns für einen interessanten Hindernislauf nach Krav Maga-Art die Umgebung des Mühlheimer Bürgerhauses zur Verfügung.

Momentan nutzen wir während der Schulzeit unseren Außenposten in Hanau zum Outdoor-Training – dort befindet sich rund um die Schulsporthalle Grün- und Parkflächen. Während der Sommerferien aber sind wir auf einem Fußballplatz in Großkrotzenburg zu finden, wo Tribüne und Treppen vielerlei Ecken, Mauern, tote Blickwinkel etc. bieten.

Dort sind gestern die vorstehenden Bilder entstanden – zum Abschluss gab es einen Hindernislauf nach Krav Maga-Art, bei dem rund ein Dutzend Stationen rund um das Tribünen- und Gaststättengebäude mit Angreifern besetzt waren, die ein Spektrum von Im-Weg-stehen, rempeln und pöbeln bis hin zu Schlägen und Tritten, Attacken mit Messern und Stöcken einsetzten. Dreimal musste dieser Parcours durchlaufen werden, eine physisch wie mentale einigermaßen anstrengende Angelegenheit.