Angriff mit Machete

Wenn wir im KM-Training auf die Abwehr von Stockangriffen zu sprechen kommen, geht es immer darum, dass Stockangriffe bzw. deren Abwehren im KM nicht nur für einen hölzernen Stock gelten. Sondern dass dieser repräsentativ für alle länglichen, zylindrischen Gegenstände steht, mit denen man schlagender oder stechenderweise angegriffen werden kann.

Und dabei geht es vornehmlich um wesentlich gefährlichere Instrumente wie ein bloßer (Holz-, Rattan-Stock): Baseballschläger, Montiereisen, Brechstange – bis hin zu Beil & Axt & Haumesser.

Letztere sind auch unter der Bezeichnung Machete bekannt, und mit diesen Werkzeugen sind beim Völkermord in Ruanda fürchterliche Massaker begangen worden (oder bei ähnlichen Gewaltexzessen in Kenia vor nicht allzu langer Zeit).

Nun erscheint es vielen abwegig, dass man im Rhein-Main-Gebiet mit einer Machete angegriffen werden könnte. Indes, dieser Fall spricht für sich:

Gericht verurteilt Rentner: Haft nach Angriff mit der Machete steht in der Frankfurter Rundschau zu lesen, und in dem Text heißt es u.a.:

Ein Macheten-Angriff auf einen Taxifahrer hat einen Rentner aus Mittelhessen für acht Jahre ins Gefängnis gebracht.

Das Landgericht Limburg verurteilte den 71-Jährigen am Dienstag wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung. Das Opfer hatte bei der Attacke im vergangenen Oktober den Zeigefinger der rechten Hand verloren und war schwer am Kopf verletzt worden.

Wie man sieht, ist selbst ein älterer Mann dazu in der Lage, mit einer Machete kräftig zuzuschlagen und erhebliche Verletzungen zuzufügen.

Der Angriff mit scharfen oder scharfkantigen Waffen und Werkzeugen oder ähnlichen Gegenständen ist übrigens verantwortlich dafür, dass die KM-Abwehren von stockähnlichen Waffen allesamt zur Grundlage haben, möglichst keinen Kontakt mit der Waffe aufzunehmen, sondern sich gegen den Körper des Angreifers richten.