Bomben-Team für die Frauen-Selbstverteidigung

Frauen-Selbstverteidigung

Was auf vorstehendem Bild zu lesen ist, schrieb eine Teilnehmerin nach dem jüngsten Kompaktkurs in Frauen-Selbstverteidigung. Eine Nachfrage ergab, dass sie tatsächlich an anderem Ort vier Monate lang Krav Maga trainiert hatte (wobei ich nicht weiß, ob sie etwas trainiert hat, dass sich das Label „Krav Maga“ aufgeklebt hat. In einer Nachbarstadt Offenbachs wirkt etwa ein Mann, der sich mit einem niedrigen KMG-getesteten Schülergrad als „Krav Maga Instructor“ bezeichnet).

Beate und ich freuen uns natürlich sehr über das Lob. Und wir freuen uns, dass unser Team aus männlichen Angreifern – für die Abschluss-Stress-Runde – so gut ankommt. Offensichtlich haben wir sie gut ausgebildet und füllen ihre Rolle mit Konsequenz wie Empathie aus.

Frauen-Selbstverteidigung

Frauen-Kurse sind immer eine besondere Herausforderung. Nicht, weil Frauen etwa kompliziert wären. Sondern aus dem ganz simplen wie traurigen Grund, dass die meisten Frauen nicht „aus Spaß“ ihn belegen.

Bei Männern spielt die Lust am Toben immer eine Rolle, die Jungs raufen halt immer noch lieber als die Mädels (und manchmal sind sie auf einem Ego-Trip). Frauen kommen ins Training, weil sie einen realen Bedarf haben.

Frauen-Selbstverteidigung: hart und zart

Weil ihnen schon einmal etwas passiert ist oder sie begründet befürchten, dass ihnen etwas passieren könnte. D.h., für sie ist es häufig eher Pflicht als Lust. Hinter vielen Gesichtern sind tragische Schicksale verborgen. Und deswegen ist es für die leitende Instructorin und ihr Team ein Frauenkurs immer eine Gratwanderung zwischen „hart und zart“, wenn es darum geht Frauen an ihre Grenzen und darüber hinaus zu führen.

Daher ist es uns letztlich unverständlich, wenn Frauenkurse angeboten werden, bei denen die Trainer nur Techniken weitervermitteln und obendrein keine entsprechende psychologische Schulung bzw. Kenntnis haben. Und davon gibt es viele.

Siehe auch:
Härte und Einfühlungsvermögen
Girls Day im Krav Maga Center