Deine Gedanken stärken oder schwächen dich

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Beim Mentaltraining dreht es sich letztlich um einen zentralen Punkt: Gedanken sind nur Gedanken – und du bist nicht deine Gedanken.

Es gibt viele Möglichkeiten, an seinen Gedanken und seiner Gedankenwelt zu arbeiten, diese nicht als feststehend und unabänderliche Eigenheit der eigenen Identität zu begreifen – Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) und Neurolinguistisches Programmieren (NLP) sind zwei davon, mit denen ich erfolgreich (auch und gerade an mir – siehe etwa Physische und mentale Vorbereitung für Expert Level-Test) arbeite. Ziel dabei ist es, Leistungs- oder Glücks-einschränkende Gedanken zu bearbeiten und zu verändern.

Das Auge ist ein Seh-Organ. Das Ohr ist ein Hör-Organ. Die Nase ist ein Riech-Organ. Die Zunge ist ein Schmeck-Organ. Die Haut ist ein Fühl-Organ. Was tun sie also? Sehen. Hören. Riechen. Schmecken. Das Gehirn ist ein Denk-Organ, also was tut der Geist? Denken! Ununterbrochen, unaufhörlich – so scheint‘s. Schließlich ist das sein Job.

Gedanken aber können positiv oder negativ sein, und diejenigen, die man pflegt und hegt, füttert und die meiste Aufmerksamkeit entgegenbringt, sind diejenigen, die unser Denken und Verhalten beherrschen. Gedanken sind aber nicht einfach unbeeinflussbar da oder „man selbst“. Der Geist (mind) denkt Gedanken, doch diese Gedanken sind nicht zwangsläufig wir selbst.

Folglich gibt es die Vorstellung, dass man positive Gedanken und Denkmuster erkennen sollte und diese kreativ zum eigenen Vorteil nutzt. Und demgegenüber diejenigen in den Hintergrund stellt, die stören oder die eigenen Performance – im Kampf, im Sport, im Alltag, im Leben schlechthin – stören.

Wer man ist, was man tut und wohin man geht, ist eine direkte Folge der eigenen Gedanken und Denkmuster. Sie können einen stärken oder schwächen. Man wird das, was man denkt. Was man von sich denkt. Was man über sich denkt. („Ich kann das nicht“, „Ich bin unfähig“, „Ich werde niemals schneller sein“).

Wenn man seine Gedanken ändert, folgt die Performance – ob man schwimmt, läuft, Gewichte stemmt oder eine Krav Maga-Technik übt. Positiv zu denken, bedeutet beispielsweise in diesem Zusammenhang: Überprüft und analysiert man seine Leistung, sollte man sich nicht fragen: „Was war Mist?“ Sondern positiv formulieren: „Was lief gut?“ Und: „Was braucht mehr Arbeit, Übung, Anstrengung?“ So vorzugehen, ist ein typischer, grundlegender Ansatz im mentalen Training.