Gießen: Haftstrafe für brutale Schläger

Soll das bedeuten, dass ich nur jemanden k.o. schlagen muss, um nachher milder zu bestraft werden, wenn ich ihm dann noch ein paarmal vor den Kopf trete – so dass das Opfer vielleicht sein Leben lang und den Folgen zu leiden hat?

Im FR-Artikel Gießen: Haftstrafe für brutale Schläger heißt es wörtlich:

Die Kammer habe weder das Mordmerkmal Grausamkeit noch das der niederen Beweggründe feststellen können, begründete die Vorsitzende Richterin die Urteile. Die Wut des 18-jährigen Haupttäters sei nicht grundlos gewesen, da das Opfer dessen Familie beleidigt habe. Die Männer hätten dem 43-Jährigen auch nicht ‚übermäßige Qualen und Schmerzen‘ zugefügt, da dieser durch die Attacken ohnmächtig geworden sei. ‚Ein bewusstloser Mensch kann nicht mehr gequält werden‘, erklärte die Vorsitzende die juristischen Feinheiten.

Das spätere Opfer hatte die beiden Schläger provoziert und beleidigt, gewiss.

Mehrfach soll der 43-Jährige provozierende Bemerkungen gemacht haben, woraufhin die Angeklagten beschlossen, ihm eine „Abreibung“ zu verpassen.

Aber was folgte, war:

Sie schlugen und traten nach Auffassung des Gerichts auf den wehrlos am Boden Liegenden auch dann noch ein, als er um Gnade flehte.

„Juristische Feinheiten“ kommen mir da irgendwie weltfremd vor.

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