Kampfsport und Selbstverteidigung ist nicht gleich

Kampfsport und Selbstverteidigung
Screenshot von israel21c.org
Während der wöchentlichen Trainings-Lektionen betonen wir häufig, dass Kampfsport und (realistische) Selbstverteidigung zwar verwandt, aber dennoch verschieden sind. Kampfsport bedeutet vor allem, dass nicht mehr als zwei Kontrahenten zu einer festgelegten, beiderseits abgestimmten Zeit an einem festgelegten, beiderseits abgestimmten Ort unter Wahrung eines gemeinsam festgelegten Regelsets und Waffengleichheit und Berücksichtigung von Geschlechtertrennung und Gewichtsklassen aufeinander treffen.

All dies trifft auf Selbstverteidigung im realistischen und praxisorientierten Sinne nicht zu. Das Gegenteil ist der Fall – ein großes Ungleichgewicht herrscht vielmehr vor. Und das ganz überwiegend zugunsten des oder der Angreifer.

Kampfsport und Selbstverteidigung

Adi Rotem ist eine erfolgreiche israelische Thai- und Kickboxerin und bestätigt unsere vorstehende Einschätzung in dem nachstehend verlinkten Artikel (Adi Rotem fights her fears in the kickboxing ring):

In the world of martial-arts competitions, I have never felt anxious — not about performing in front of an audience, and not about getting injured.

Aber sie kennt auch die andere Seite, Selbstverteidigung und Nahkampf in einer tatsächlich gefährlichen Situation – denn sie war auch Krav Maga-Instructorin der israelischen Armee:

Having spent her childhood and teenage years engaged in survival sports, Rotem served her mandatory two-year military duty in the Israel Defense Forces as a Krav Maga (“contact combat”) instructor. When she finished the army, she needed a change. (…)
“In Krav Maga, you are always on guard,” she explains. “You live and breathe the idea that someone is lurking around about to attack you.”

Das ist eben eine andere Welt als die des geregelten und letztlich bei aller Härte gesitteten Kampfsports.