Krav Maga und Achtsamkeit

Der Kontrast könnte wohl kaum größer sein: Seit Mittwoch in Freiburg zur Ausbildung als MBSR-Lehrer (noch bis Sonntag) beim Üben von Achtsamkeit und wohlwollendem Mitgefühl, ab nächsten Mittwoch mehr als zwei Wochen in Israel zum Krav Maga-Training mit Eyal Yanilov, Tommy Blom, Zeev Cohen, Ilya Dunski und anderen Mitgliedern des Global und International Teams – und da wird es mehr um Durchsetzungsvermögen, Disziplin, Härte gegen sich selbst gehen.

Tatsächlich ist der Widerspruch nur ein scheinbarer: Wohlwollende Achtsamkeit – in Form von Sitz- oder Gehmeditation, Bodyscan oder simplen Yoga-Übungen – gegenüber sich selbst kann auch ein Mittel zur Wiederherstellung von Kräften sein, ein Mittel zur Regeneration, ein Mitel zum Ausgleich, sowieso ein Mittel zur Entspannung nach der intensiven Anspannung. Wenn man Körper, Seele und Geist hart hergenommen hat, muss man sie auch wieder pflegen. Man nimmt ja zur Regeneration auch ein Bad oder geht in die Sauna.

Und um den Stress im Berufs- und allgemeinen Lebensalltag zu bewältigen und einen Ausgleich zu schaffen, eine Wiederaneignung von (verbrauchten) Kräften, funktioniert das auch.