Mentales Training für Extremsituationen und Alltag

Mentales Training„Beam or Stream“? Unser Bewusstsein, unsere Aufmerksamkeit kann wie eine Taschenlampe fokussiert werden – auf einen dünnen, konzentrierten Strahl oder eine breite, die Szenerie ausleuchtende, aber unpräzise Lichtquelle.

Manchmal ist nicht der Körper das Problem, wenn die erwartete Leistung ausbleibt. Manchmal ist es der Geist – spezielles mentales Training kann dann helfen, seine Performance zu persönlichen Höchstleistungen zu entwickeln. Mancher ist übermotiviert, manchem fehlt der erforderliche Siegeswille – während der erstere seinen Erregungszustand angepasst dämpfen – also entspannen – muss, braucht man im zweiten Falle die Fähigkeit, sich zu pushen. Gerade dann, wenn man Gefahr läuft, zu früh einem mentalen “Shutdown” zum Opfer zu fallen.

Mentales Training kann physisches nicht ersetzen, wohl aber sinnvoll ergänzen. Neben den motorischen Fertigkeiten muss jeder Kampf- und Selbstverteidigungssportler auch die psychischen Prozesse, die seine Bewegungen steuern, regelmäßig und intensiv trainieren. Beim mentalen Training geht es nicht darum, sich das eigene Leistungsvermögen schönzureden oder unrealistische Ziele herbeizuphantasieren, sondern die eigenen Leistungsmöglichkeiten zum vollen Potenzial zu entwickeln: all you can be the best you can be!

Mentales Training in Sport und Gefahrensituationen

Wenn es jenseits von Fitness und Sport gar um reale Gefährdungen geht und die damit verbundenen Ängste, Umsetzungsprobleme unter extremem Stress u.ä. wird mentales Training sogar noch wichtiger. Dabei geht es um mehr als nur um Entspannung und Meditation. Positiv motivierende Selbstgespräche können beispielsweise entlang des Musters verlaufen, Vorteile des Gegners ins Gegenteil verkehren: Wer groß und muskulös ist, verbraucht auch viel Sauerstoff!

Ein gewisses Maß an – ausbalancierter – Erregung ist für jede Aktivität wichtig. Sie muss quasi energetisieren, aber nicht behindern. Zu wenig Er-/Anregung resultiert in Langeweile, Laschheit, Abschweifung, Unaufmerksamkeit… Zuviel bedeutet Fahrigkeit, Hektik, Panik etc. Und so gibt es einen Unterschied zwischen Primary Arousal (gut; relaxed focus & attention) und Secondary Arousal (schlecht; Gespanntheit, Nervosität, Lampenfieber, performance anxiety).

In diesem einmaligen Seminar geht es um Stressbewältigungstechniken, um Techniken zur Erregungsdämpfung oder -erhöhung, um mentale Kampfbereitschaft & -fähigkeit und den „mental computer on stand-by“, um kurzfristige Hilfen und mittel- und langfristige Entwicklung, um Wahrnehmungsübungen u.v.m.

Der MFF-Workshop kombiniert mentale Techniken aus dem Know-How des Referenten Oliver Bechmann (Expert 2-Level) in Krav Maga, Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) und Neurolinguistischem Programmieren (NLP) und unterliegt einer Begrenzung auf zwölf Teilnehmer.

Nächster Termine: Samstag, 18. Juli 2015, 10-13 Uhr, 60 € (KMF-Mitglieder: 40 €)
– bei gemeinsamer Buchung mit Combat&Fighting-Seminar am darauf folgenden Sonntag, 19. Juli: 50 € (KMF-Mitglieder: 30 €) – hier geht’s zur Anmeldung…