Achtsamkeit in der Wildnis

Kämpfe um Leib und Leben sind existentiell, sie gehen in extremer Weise an unsere äußere wie an unsere innere Natur – Körper und Geist/Seele. Alltagskämpfe in Beruf, Familie und Freizeit zerren an den Nerven, “gehen an die Nieren”. Diesen Beanspruchungen und Herausforderungen kann man häufig nicht ausweichen; sie sind oft unvermeidbar. Es geht also darum, die inneren Ressourcen für vielfältige Krisen und Konflikte – also unsere Resilienz – zu stärken.

Schon immer hat die Natur der Erholung und Erfrischung gedient. Die Natur hat die Kraft, uns zu transformieren, unsere Möglichkeiten zu erweitern, die beste Version unserer selbst zu werden. Gehen Mönche und Mystiker nicht seit Jahrhunderten in die Natur, um sich von ihrer Stille und Weisheit inspirieren zu lassen?

Ein Achtsamkeitstraining in der Natur überträgt die bewährten Ansätze und Methodes des MBSR-Achtwochenkurses quasi in die freie Wildbahn. Jeder hat den Zugang zu Mutter Natur, indes geht dieser in unserer digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt mehr und mehr verloren. Stille und Zurückgezogenheit haben keinen Platz in unserer modernen, ruhelosen Welt. Achtsamkeitsübungen in der Natur bringen uns ihren Segnungen und ihrer Führung wieder näher.

Wenn es darum geht, unsere innere wie äußere Natur zu stärken – wo könnte man das besser als in der eigentlichen Natur? In und mit der Natur zu sein, hilft, den unruhigen Geist mit seinen endlos vor sich plappernden Gedanken und seinen unentwegten Sorgen zu beruhigen. 100-200 Jahre Leben im industriellen Zusammenhang stehen 50.000 Jahren Leben in, mit, (manchmal gegen) der Natur gegenüber.

Wir Menschen haben Jahrtausende in der Wildnis verbracht, mit dem notwendigen Respekt vor ihren Eigenheiten und Gefahren. Evolutionsbiologisch gesehen sind wir Teil der Natur und fühlen uns grundsätzlich wohl darin. Natur ist nicht „draußen“, sondern Heimat. Der Körper erinnert sich instinktiv schnell daran und nimmt Frieden, Stille und Ruhe der Natur rasch wieder auf.  

Für unsere Großeltern oder Ur-Großeltern war Natur noch eine sehr direkte Sache. Vielleicht sind Steinhäuser und Städte mit ihren Mauern die Gefängnisse? Oder krankmachende Orte wegen ihrer Verdichtung?

Wer kennt nicht die Berichte von Menschen, die eine Berg- oder Wüstenwanderung unternommen haben, eine Kayak- oder Segeltour oder auch nur einen Waldspaziergang, über den Grad an Frieden und Freiheit, den sie dabei empfunden haben? Wir wollen an den Instinkt der Jagd- und Sammlervölker andocken, den wir verkümmert in unserem Stammhirn und limbischen System noch haben – hin zum Selbstvertrauen eines Buschmannes, der in einer widrigen Umgebung lebt und überlebt.

Wir können die Wildnis als etwas erleben, das uns hält und nährt, bei jedem Atemzug. Die Wildnis hilft uns wach, aufmerksam und gewahr zu sein. So können wir lernen, in Harmonie und Frieden mit uns selbst und der Welt um uns zu leben. Bewährte Meditations- und Achtsamkeitstechniken unterstützen uns, mit Hindernissen, Gedanken, emotionalen Mustern und Strukturen umzugehen, die unserem Wohlbefinden im Wege stehen. Wach und bewusst im Moment, sicher und souverän in der Einheit von Körper, Seele und Geist.

Dazu bieten wir drei Wildnis-Camps in Form von Nature-Retreats an – über einen Tag, ein Wochenende, eine Woche. Im Taunus, im hessischen Lahntal, der Wüste Südmarokkos.

Bei allen geht es um Achtsamkeit in der Wildnis – verschiedene Übungen aus dem MBSR-Achtwochenkurs, angepasst auf die Naturumgebung, Natur- und Sinnesmeditation, Wahrnehmungsschulung (der ganze Körper als Auge), indianisch-native Naturverbindung, Umgang mit den vier Elementen (Erde, Luft, Wasser, Feuer) in praktischer wie spiritueller Hinsicht, Wind & Wetter, Orientierung, Vogelsprache und Spurenlesen (inner & outer tracking), Tarnen und Schleichen, archaische heilige Jagd.

Es besteht die Möglichkeit, intermittierendes Fasten zur Leistungssteigerung sowie Barfußlaufen kennenzulernen.

Kostenfreier und unverbindlicher Infoabend:
– Freitag, 31. Mai 2019, 19.30 bis ca. 21 Uhr
– Freitag, 21. Juni 2019, 19.30 bis ca. 21 Uhr
Ort: Krav Maga Center Frankfurt/Rhein-Main, Rödernstr. 26-32, Offenbach
Anmeldung per E-Mail…


Achtsamkeit in der Wildnis – 1 Tag

Sonntag, 21. Juli 2019, 10-16 Uhr

Auf einem Gelände im Vordertaunus, nahe Bad Homburg; Anfahrt mit eigenen Fahrzeugen. Selbstversorgung. Der Tag entspricht strukturell einem „Tag der Stille“ des MBSR-Achtwochenkurses. Es wird keine feste Gebühr erhoben – jede/r spendet am Ende, was einem/r der Tag wert war („dana„). Minimale Teilnehmerzahl sechs, maximale zwölf.
Die 1-Tages-Veranstaltung kann gut als Schnuppertag für die nachstehend beschriebenen Wochenend- bzw. Wochen-Veranstaltungen dienen.
Fragen gerne per E-Mail…
Anmeldung & AGB


Achtsamkeit in der Wildnis – 1 Wochenende

Samstag, 21. September 2019, 10 Uhr, bis Sonntag, 22. September, 16 Uhr

„Wilder Vogelsberg“ in Schotten-Busenborn. Unterkunft in eigenen Zelten; Anfahrt mit eigenen Fahrzeugen auf eigene Kosten. Bio-Küche, vorwiegend regional, selbst gebackenes Bio-Brot, Kaffee, Tee und Vogelsberger Trinkwasser, Snacks für Zwischendrin.
Kosten für Programm, Unte9kunft, Abendessen, Frühstück, Mittagessen 179.- Euro. Maximale Teilnehmerzahl: acht.
Fragen gerne per E-Mail…
Anmeldung & AGB


Achtsamkeit in der Wildnis – 1 Woche

21. bis 27. Oktober 2019
In Nomaden-Zelten eines Wüsten-Camps nahe Guelmim, Südmarokko; eigenorganisierter Flug nach Agadir, von dort organisierter Transfer zum Campingplatz Ain Nakhla, der Ausgangsstation für das Kamel-Trekking zum Wüsten-Lager (dort in Pensionszimmern Erst- und Abschlussübernachtung). Halbpension inbegriffen. Minimale Teilnehmerzahl acht, maximale zwölf.
Kosten für Programm, Unterkünfte, Essen & Transfer von und zum Flughafen in Agadir: 1190.- Euro. Fragen gerne per E-Mail…
Anmeldung & AGB


Leitung: Oliver Bechmann,
Krav Maga-Instructor (Expert 2)
Diplom-Sozialpädagoge
Wildnispädagoge
MBSR-Lehrer