Last Call: Krav Maga Knife Defenses kompakt

krav maga knife

Abwehr einer Messerbedrohung im Stand

Krav Maga Knife Defenses: Ein beliebtes Gewalt-Werkzeug ist jede Form von Messer. Man braucht nicht viel zu können, nicht kräftig zu sein, um mit einem Messer leicht verheerenden Schaden anrichten zu können (Siehe auch Beitrag „Messerstich ins Herz überlebt„). Gleichzeitig sind Messer leicht verfügbar und bequem versteckt zu tragen.

Kein Wunder also, dass Messer die verbreitetste und gefährlichste Waffe im europäischen urbanen Umfeld sind. Rettungssanitäter können ein Lied davon singen, dass Stich- und Schnittverletzungen mittlerweile häufiger vorkommen als typische Prügelei-Verletzungen.

Krav Maga Knife Defenses kompakt zusammengefasst

Beim Pure Knife Defense Seminar geht es um drei Stunden Intensiv-Training Messerabwehr – gegen die vorherrschenden Bedrohungen nah und fern des Körpers genauso gegen die am häufigsten auftretenden Messerstiche und -schnitte. Es fasst die verschiedenen Problemsituationen aus dem KMG-Curriculum im Practicioner-Bereich zusammen, dazu kommen einige Lösungen aus den Graduate-Levels.

Das dreistündige Seminar ist für jedermann. Wenn vorhanden, Schutzbrillen und persönliche Schutzausrüstung mitbringen. Eventuell zum Einsatz kommende Helme, Schutzwesten oder Vollschutzanzüge werden vom KM Center Frankfurt/Rhein-Main gestellt.

Termin:
Sonntag, 30. Sept. 2018, , 9-12 Uhr, 40 € (KMF-Mitglieder 30 €)
Anmeldung & AGB

Selbstverteidigung bei Fernreisen mit Fahrzeugen

Fernreisen

KM-Instructorin Beate Bechmann vor Unimog-Expeditionsmobil

Ein Fernreisemobiltreffen ist eine Versammlung friedlicher Menschen, die sich dafür interessieren, Land und Leute rund um den Globus kennenzulernen. Das funktioniert in der Regel sehr gut, denn Globetrotter machen überwiegend die Erfahrung, dass die Welt ein viel besserer Ort ist als sie im Fernsehen dargestellt wird. Regierungen und Machtgruppen mögen sich anfeinden – für die normalen Menschen gilt das meist nicht. Letztere sind auf allen Kontinenten oft begeistert, wenn jemand sich für ihr Land, ihr Leben und sie interessiert.

So verfügt etwa der Iran ungeachtet des Mullah-Regimes und dessen wüster Drohungen gegen Israel, die USA und den Westen über die freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen der ganzen Welt – solche und ähnliche Aussagen haben wir am vergangenen Wochenende erst wieder auf „Willy’s Fernreisemobiltreffen“ in Enkirch an der Mosel, dem größten Stelldichein dieser Art in ganz Deutschland, gehört. Dort hielten wir einen Workshop zur Selbstverteidigung für Reisende, dessen Inhalte ich kurz darlegen will.

Waffen verschlimmern die Situation

Selbstverständlich gilt, dass erst alle Mittel und Möglichkeiten der Kommunikation und Deeskalation ausgeschöpft sein müssen, bevor man zur physischen Selbstverteidigung greift – gleichwohl eine unmittelbar gegebene ernsthafte Bedrohung bzw. Gefährdung von Leib und Leben. Dies gilt immer und überall; aber in fernen Regionen umso mehr, als eine Überreaktion dazu führen kann, sich im Knast eines Landes für längere Zeit aufzuhalten, dessen Gefängnis-Standards mit denen der Bundesrepublik Deutschland nicht zu vergleichen sind.

Gleichermaßen ist das Mitführen von Waffen oder waffenartigen Gegenständen zu sehen – wer dem Aggressor mit Waffen schwere oder tödliche Verletzungen zufügt, hat seine Situation in der Folge dramatisch verschlechtert. Und das eigentliche Ziel der Selbstverteidigung sollte sein, den geringstmöglichen notwendigen Schaden zu verursachen und den Weg zurück zur Kommunikation und zur gütlichen Einigung eines Konfliktes wieder zu öffnen.

Fernreisen

Austausch von Erfahrungen und Erlebnissen

Wir selbst haben einen sich hochschaukelnden Aufruhr erlebt, bloß weil einer der Lkws unseres Konvois in einer engen Straße einem parkenden Fahrzeug einen Außenspiegel demoliert hatte – letztlich konnte die Aufregung mit einer Geldzahlung gelegt werden. Entweichen wäre nicht möglich gewesen – unser kleiner Fahrzeugkonvoi war vorne und hinten eingeklemmt, und es liefen immer mehr Ortsansässige zusammen…

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Wildnis-Training: Into the wild. For your self.

Teilnehmer beim Wildnis-Training

„Ältester“ Oliver (links) mit vier von zehn Teilnehmern des Wildnis-Tages.

Wir Menschen haben Jahrtausende in der Natur verbracht, mit dem notwendigen Respekt vor ihren Eigenheiten und Gefahren. Evolutionsbiologisch sind wir Teil der Natur und fühlen uns grundsätzlich wohl darin: Beim “Tag der Achtsamkeit in der Wildnis” am vorvergangenen Sonntag ging es darum, dass die Teilnehmer in einer Art Tages-Retreat ihre Sinne schärfen und zu natürlicher Wahrnehmung und zu einem erweiterten Körpergefühl finden, zu mehr Selbst-Bezug, Selbst-Vertrauen und Selbst-Bewusstein.

Was hat das mit Krav Maga-Training zu tun?

Unsere Mission ist, Menschen beizubringen, sich selbst zu verteidigen. Natürlich geht es dabei vorrangig (gleichwohl wie vordergründig) darum, einen gewalttätigen Übergriff zu abzuwehren. Tatsächlich ist diese Formulierung wichtig: “Abwehren” bedeutet nicht, jemanden zu vernichten. Wir sind nicht im Krieg. Abwehren bedeutet: Der Angreifer kann oder will seine Attacke nicht weiter fortsetzen. In ziviler Umgebung unter zivilen Umständen ist das ausreichend.

Kann nicht mehr oder will nicht mehr

Er ist entweder physisch (“K.O.”) oder mental (“gibt auf”) nicht mehr in der Lage, seine Absicht zu verwirklichen. Es reicht, wenn er nicht mehr will – und von dannen zieht. Oder zumindest so zögerlich wird, dass unsereins die Möglichkeit hat, die Gefahrenzone kontrolliert zu verlassen. Oder womöglich Freunde des Angreifers ihm in den Arm fallen. Oder soviel Zeit gewonnen wurde, dass andere oder gar die Polizei zu Hilfe kommen.

Physische Mittel sind letztlich nur Mittel zum Zweck – Mittel zum Zweck des Ausagieren unseres Willens. Unseres Selbstbehauptungs- und Verteidigungswillens also; und damit ringen im Grunde zwei mentale Qualitäten miteinander – die des Angreifers und die des Abwehrenden.

Into the wild. For your self: Alles Kopfsache

Also geht es um die Entwicklung der eigenen mentalen Bedingungen – und man kann schlechterdings diese ausbauen und verbessern, wenn man sich selbst schlecht kennt und wenig Bezug zum eigenen Selbst hat. Daher widmen wir uns im Krav Maga Center nicht nur der physischen Selbstverteidigung, sondern auch dem mentalen Training unter Nutzung verschiedener Ansätze.

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Frauen-Selbstverteidigung => Frauen-Trainerin!

Die Frauen-Trainerin selbst war zum Schluß zu Tränen gerührt. Die elf Teilnehmerinnen des Frauen-Kompaktseminars am vergangenen Samstag hatten so toll und intensiv mitgemacht!

Und offensichtlich konnten die Frauen viel für sich mitnehmen. Das belegen die spontanen Rückmeldungen per Email, die wir mittlerweile erhalten haben. Ein paar davon sollen hier wiedergegeben sein, ohne Namensnennung selbstverständlich:

Vielen Dank nochmal für den tollen, erkenntnisreichen und motivierenden Tag.

Und:

Vielen Dank für das tolle Seminar. Hat echt Spaß gemacht.

Oder:

Es war ein sehr spannendes und inspirierendes Erlebnis. Nochmals ganz lieben Dank!

Sowie:

Ich bestehe heute ausschließlich aus Schmerzen, aber ich berichte allen und jedem ganz begeistert von diesem Kurs.

Aber besonders hervorzuheben ist ein Feedback:

Hallo liebe Beate,
die Eindrücke von Samstag wirken noch nach. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und sehr angetan von Dir als Mensch und Instruktorin.

Mir hat das Training ausschließlich gut getan, was auch Deiner sensiblen und trotzdem klaren Herangehensweise zu verdanken ist.

Im übrigen werde ich auch meiner Therapeutin von Euch erzählen. Ich denke, sie kennt genügend Frauen, denen der Ansatz zusätzlich Kraft geben kann.

Frauen-Trainerin: „fokussiert und charismatisch“

Schließlich das Urteil einer weiteren Teilnehmerin, bezogen darauf, dass unsere KM-Instructorin Beate nicht immer mit Samthandschuhen agiert (und sich deswegen in sozialen Netzwerken die ein oder andere kritische Bemerkung eingefangen hat):

Unfassbar, wie wenig manche Menschen in der Lage sind, die Notwendigkeit eines harten Trainings und klaren Regeln (was ich übrigens beides für unerlässlich halte und begrüße!) Im Kontext zu antizipieren… das Leben ist kein Ponyhof, und wer das noch nicht begriffen hat, ist wohl am Anfang des Weges oder irgendwie falsch abgebogen. Aber hey! Jeder entscheidet jeden Tag aufs Neue selbst: Ich persönlich steh’ auf Eigenverantwortung und nehme mein Leben gern selbst in die Hand.

Ich bin absolut begeistert von Eurem Angebot und Dir als Trainerin und Mensch. Hab selten im Leben im Leben eine so eine kraftvolle, starke, fokussierte und dennoch charismatische und einfühlsame Frau erlebt! Für mich bist Du absolut eine Pionierin und ein Vorbild für alle Frauen!

Wir finden es kurios, dass es so viele Frauen-Selbstverteidigungsangebote gibt, die von Männern geleitet werden. Nicht unbedingt, weil jeder Mann ein potenzieller Vergewaltiger sein kann (zumindest aus der Sicht einer Frau) und damit grundsätzlich ungeeignet ist: Das hieße ja den Bock zum Gärtner zu machen…

Entscheidend ist aber vielmehr, dass sich kein Mann in die psychische und physische Situation einer Frau hineinversetzen kann. Schon gar nicht in die einer Frau mit Gewalt- bzw. Missbrauchserfahrung.

Frauen-Trainerin wichtig

Selten kommen Frauen ins Krav Maga-Training, weil es Spaß macht. Oder weil sie Spaß suchen. Manchmal werden sie von ihren Therapeutinnen geschickt.

Fast immer steht eine Notwendigkeit dahinter. Und die liegt fast immer im Bereich sexueller Gewalt. Das ist für Frauen die Regel – für Männer die Ausnahme. Daher können Männer Angst vor gewalttätigen Übergriffen haben – und kommen deswegen auch ins Krav Maga-Training. Dennoch herrscht bei Männern der Fitness- und Freizeitaspekt vor.

Geradlinigkeit und Einfühlungsvermögen

Selten sind dabei Männer schon Opfer einer Gewaltattacke geworden. Das ist bei Frauen anders – ein hoher Prozentsatz findet den Weg ins Training, weil jüngst oder auch vor geraumer Zeit etwas passiert ist; was sie manchmal nicht beim Namen oder in Worte fassen können.

Dann braucht es eine Frauen-Trainerin, die mit einer gewissen Geradlinigkeit bei gleichermaßen vorhandenem Einfühlungsvermögen agiert und durch das Training leitet. Wir sind sehr froh darüber, eine solche Instructorin an Bord zu haben und wir den Frauen mehr geben können als ein paar Techniken zu vermitteln.