Polizisten sind auch nur Menschen

Es wird immer leicht auf die Polizei geschimpft. Entweder begegnet man ihr wenig begeistert als Ordnungshüter im Straßenverkehr oder sie kommt nicht, wenn man sie dringend braucht. Aber ein bißchen Verständnis für die Situation der Schutzmänner und -frauen sollte schon sein.

Dazu mag der FAZ-Artikel Gefährlicher Beruf: Polizistin – Ruhig bleiben, auch wenn Flaschen fliegen dienen:

Als die ersten Knallkörper gezündet werden, steht Lena Rudolph nur wenige Meter vom Rudererdorf entfernt. In unmittelbarer Nähe sitzen rund 1.500 Frankfurter „Ultras“ in der Sonne, trinken Bier und üben ihre Schlachtrufe, während es um sie herum zischt und kracht. Sechs Stunden wird es noch dauern, bis die Spieler von Eintracht Frankfurt und von Kickers Offenbach am Bieberer Berg aufeinandertreffen.

Dazu passt eine andere Meldung, dass immer mehr Polizisten in Brandenburg nach Expertenangaben unter dem Burn-out-Syndrom leiden. «Wir registrieren stark zunehmende Zahlen bei den Helferberufen, das sind Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten, aber auch Lehrer und Ärzte», sagte Monika Ridinger, Chefärztin der Oberbergklinik
Berlin/Brandenburg in Wendisch Rietz, laut Nachrichtenagentur ddp.

Die Ursache sieht sie in wachsendem Stress. Die Beamten würden beschimpft, beleidigt und bedroht. Bei Polizisten mache sich das Burn-out-Syndrom häufig durch Symptome wie Schlafstörungen, Nervosität und Ängste, aber auch Bluthochdruck, Tinnitus bis hin zum Herzinfarkt bemerkbar.