Simple Weapons: Hilfsmittel geschickt einsetzen

Kubotan gegen Messerschnitt

Kubotan gegen Messerschnitt

Im Krav Maga gehört der Umgang mit Alltagsgegenständen, so genannten „Common Objects“ wie Umhängetaschen & Rucksäcken, Regenschirmen & Spazierstöcken, scharfen & scharfkantigen Objekten, Sprays & Schals etc. zum Standard-Lehrstoff. Im Krav Maga Center widmen wir uns kontinuierlich dieser Thematik, die in dem Fachartikel Selbstverteidigung mit Stift, Schlüssel oder Tasche näher beschrieben wird.

Simple Weapons: nicht verboten, aber effektiv

Wir bieten darüberhinaus ein Seminar mit dem Titel „Simple Weapons“ an, das inhaltlich einen Schritt weiter geht: „Simple Weapons“ (die entsprechende Seminar-Beschreibung bitte hier nachlesen) haben eindeutig mehr Waffencharakter als „Common Objects“, liegen aber in einer juristischen Grauzone (auch ein schwerer Schuh kann gegebenfalls von der Ordnungsmacht des Staates als „gefährlicher Gegenstand“ definiert werden!) zwischen Alltagsgegenständen und richtigen Waffen.

“Common Objects” lassen sich zu “simple weapons” erweitern – etwa Pfefferspray, Kubotan, Taschenlampen, Kugelschreiber, Schlagstock-Arten und deren Varianten wie Tonfa und ähnlichem, sowie der defensive Einsatz von Stich- und Schnittwaffen. Letztere besonders vor dem Hintergrund, diese nach einer erfolgreichen Entwaffnung des Gegners zum Eigenschutz zu nutzen.

Das Führen von „Simple Weapons“ richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen und darüberhinaus dem Ort: Manches, was zuhause legitim und legal ist, ist das möglicherweise in der Öffentlichkeit und speziell im Zusammenhang mit dem Versammlungsgesetz nicht mehr. Darüber muss jeder Anwender Kenntnis haben und sich im Zweifelsfalle im Klaren sein.

Simple Weapons sind simple & stupid

Dabei hat das Krav Maga-Motto “keep it simple & stupid” Bestand und führt der Umgang mit diesen Gegenständen nicht zum Bruch mit Prinzipien, Techniken und Taktiken des Krav Maga. Im Gegenteil: Inhalt des Seminars ist das reibungslose Einpassen ins Krav Maga nur mit Hand und Fuß.

Gewahrt wird dabei die gesetzlich gebotene Verhältnismäßigkeit der Mittel wie die Beachtung der Notwehrparagraphen. Auch berücksichtigt das Seminar die Möglichkeit, u.U. eine gefährliche oder schwere Körperverletzung durch den Einsatz dieser Mittel zu begehen.