Zunehmende Aggressivität in Jobcentern

Eine randalierende Klientin des Frankfurter Jobcenters ist von einer Polizistin erschossen worden. Ein Aufsehen erregender Vorfall in der Mainmetropole, der in den örtlichen Medien breit reflektiert wird. Es wird über Sicherheitsschleusen und Deeskalationstraining diskutiert, und wie man der zunehmenden Aggressivität der Kundschaft begegnen könne. Zitat aus der Frankfurter Rundschau:

 

Der Sachbearbeiter, von dem die Kundin das Geld verlangte, hatte wie fast alle der 700 Jobcenter-Mitarbeiter in Frankfurt in den vergangenen Jahren ein Deeskalationstraining absolviert. Derartige Weiterbildungen biete die Einrichtung seit 2005 an, sagte Claudia Czernohorsky-Grüneberg. Zwar habe es in den Einrichtungen der Sozialverwaltung auch zuvor schon Übergriffe gegeben, „aber die Qualität hat sich zuletzt deutlich verändert“. Früher hätten aggressive Kunden im schlimmsten Fall eine Bürotür eingetreten, mittlerweile würden Mitarbeiter auch am Schreibtisch angegriffen.

Tatsächlich gibt es auch ein Sicherheitsunternehmen in dem Jobcenter. Die haben auch erst eingegriffen, dann die Polizei geholt. Dann kam es zum tödlichen Schuss, nachdem die Problemperson ein Messer zückte.

Wenn ich hinter einem Schreibtisch der Sozialverwaltung hocken würde, und wüßte, dass sich der wie-auch-immer-begründete Gewaltausbruch sehr direkt gegen mich richten kann, würde ich über ein Deeskalationstraining hinaus (ich setze mal voraus, dass die Mitarbeiter der Sozialverwaltung grundsätzlich höflich und respektvoll ihre Klienten behandeln!) ein bißchen mehr auf der Pfanne haben wollen. Falls die Deeskalation versagt.

Mehr zu dem Vorfall:

FR: Tödlicher Schuss: Ohne Schleuse ins Jobcenter

HR:  Jobcenter will Mitarbeiter schulen

FAZ:  Jobcenter sieht neue Qualität der Aggression bei Kunden</a